Neujahrsempfang mal anders: fulminanter Auftakt für ein "Jubiläumsjahr für alle"

In der voll besetzten Mälzerei begingen die Mosbacher*innen am 10. Januar mit dem Jubiläumsempfang launig und humorvoll den Auftakt zum Jubiläumsjahr 2026 - 50 Jahre Große Kreisstadt und 1.200 Jahre Mosbach.

Das „WIR“ stand an diesem Abend ganz klar im Mittelpunkt und die Gemeinschaft, das Gemeinsame soll nach Willen der Stadtverwaltung und der Orgateams auch im gesamten Jubiläumsjahr 2026 mit 50 Jahren Große Kreisstadt und 1.200 Jahren Mosbach weiterhin im Vordergrund stehen. Einen Neujahrsempfang der anderen Art erwartete die Gäste in der voll besetzten Mälzerei – frisch, locker und mit allerlei Überraschungen.
 
Eröffnet wurde der unterhaltsame Abend von den Kandelschiffern. Virtuos und überaus kurzweilig nahm sich das Vierergespann singend und reimend die 50-jährige Geschichte der Großen Kreisstadt und später auch die 1.200-jährige Historie Mosbachs vor. Auf die Musik des Klassikers „Moskau, Moskau“ reimten die Kandelschiffer „Echte Musiker kosten Geld, drum hab´n sie uns hier hergestellt“ und ließen von „Ampelbach“ über „eine Kreisstadt ohne Kreißsaal“ die „Perle im Badnerland“ hochleben.  
 

Rückblich auf 2025, Ausblick auf Anstehendes

Oberbürgermeister Julian Stipp und Bürgermeister Patrick Rickenbrot skizzierten in einem kurzen Rück- und Ausblick die Jahre 2025 und 2026. Dabei wurde auch nicht verhehlt, dass die Herausforderungen selten so groß waren und es Rückschläge und Sorgen, aber eben auch sehr Positives zu berichten gibt.

Etwa, dass es bei der Gastronomie der Alten Mälzerei ebenso weitergehen wird wie beim abgebrannten Odenwaldzentrum oder dem aktuell noch verwaisten Pfalzgrafenstift. Zu 2025 wurden die Stichworte Neuer städtischer Markenauftritt, Fair-Trade-Town, ParkRaumDialog, Internationaler Architektur-Wettbewerb Waldstadtzentrum, der erste Waldkindergarten auf der Gemarkung und der entstehende Naturkindergarten im Elzpark, die erste Fahrradstraße, das Standortbekenntnis und der Planungsauftakt für den Neubau bei der DHBW, die Neugestaltung des Spielplatzes in der Waldsteige und der neu gestaltete Wasserspielplatz im Stadtpark und natürlich die Fertigstellung der Großbaumaßnahme Pestalozzi-Realschule genannt.

Im Jubiläumsjahr 2026 stehen folgende Themen und Projekte auf der Agenda: Schulentwicklungsplanung und Kindercampus, das Feuerwehrgerätehaus Reichenbuch und die Beschaffung von Fahrzeugen, die Sanierung des historischen Rathauses, die Ausdehnung der Quartiersentwicklung, vorbereitende Maßnahmen für den Verwaltungsstandort Oberer Graben, die Sportplatzentwicklung sowie die Innenstadtentwicklung – hier soll es im Bereich der Bachmühle Verbesserungen geben, der Klimaschutz und die weitere Erschließungsplanung für das Wohngebiet in Lohrbach.

Das Jubiläumsjahr

Den abschließenden Fokus legten Stipp und Rickenbrot auf die anstehenden Veranstaltungen und Aktionen und machten nochmals deutlich, dass es ein Jubiläumsjahr für alle und von allen werden wird. Und zwar nicht nur beim Jubiläumsempfang, sondern das ganze Jahr und im ganzen Stadtgebiet!

Freuen darf man sich aufs 1. Mai-Wandern, ein gemeinsames Konzert mit allen Partnerstädten, ein Seifenkistenrennen als Familienevent, einen Oldtimertag, Lichterfest und viele weitere tolle Programmpunkte. Dass dies nicht alleine durch die Stadtverwaltung auf die Beine gestellt wird, machten OB und BM deutlich: Vielmehr ist „die halbe Stadt mit am Organisieren, Vorbereiten, Planen und teilnehmen – hierfür sind wir sehr dankbar!“

Weitere Infos und Programm
 

Grußworte und ein Ritt durch die Geschichte

Dass es schon immer turbulente Zeiten und große Themen gab, konnten die ehemaligen (Ober-) Bürgermeister Mosbachs berichten, die von Grundschulkindern interviewt wurden – die Videos wurden auf der großen Leinwand eingespielt und sorgten für einige Ahs und Ohs.

Mit einem etwas anderen Ritt durch die Mosbacher Geschichte sorgte Museumsleiter Stefan Müller im Saal für einige Tränen vor Lachen. Sein überaus humorvoller Galopp durch die Jahrhunderte, angefangen bei den Mönchen über die Pfalzgrafen sowie einigen Ausflüge zur (eigentlich nicht erwähnenswerten) Hygiene der damaligen Mosbacher*innen, bis hin zur unfreiwilligen, aber dennoch glücklichen Hochzeit von Mooosbach und Neckarrrrelz endete mit dem Aufruf, das Jubiläum gemeinsam mit Herz, Hirn und Humor zu feiern!
 
Dass Grußworte nicht trocken oder gar langatmig sind, bewiesen die Videobotschaften von Ministerpräsident Kretschmann, Ministerin Warken und Minister Hauk sowie Landrat Dr. Brötel. Letzterer ließ sich vom Kreiskämmerer erstmal die Genehmigung für ein Jubiläumsgeschenk geben, das dann – eben noch auf der Leinwand – wie von Geisterhand in den Händen von OB Stipp landete.
 

Kneipenchor und Badnerlied

Der Mosbacher Kneipenchor – ein bunter Haufen von Singbegeisterten – enterte die Bühne und brachte stimmgewaltig deutsche Klassiker wie Major Tom und Westerland zum Besten und den Saal zum begeisterten Mitsingen.
 
Was auch im symbadischen Mosbach zum Abschluss nicht fehlen darf, ist das gemeinsame Singen des Badnerliedes. Eine Premiere gab es dennoch, denn die Kandelschiffer hatten eigens zum Jubiläum eine neue Strophe für das Tor zum Odenwald gereimt. Diese wurde von Hunderten Stimmen mit Begeisterung mitgeschmettert, bevor es dann in den gemütlichen Teil des Abends überging.