Bio-Musterregion Neckar-Odenwald verlängert

Die Bio-Musterregion Neckar-Odenwald hat sich erfolgreich für eine zweite Verlängerung der Förderung beworben. Damit kann die Arbeit, die im Jahr 2019 startete, bis Juni 2028 fortgesetzt werden.

Bioprodukte, (c) Canva

Der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, hat die Fortführung der Förderung der Bio-Musterregion Neckar-Odenwald bekannt gegeben: "Die Bio-Musterregionen vernetzen Unternehmerinnen und Unternehmer aus Landwirtschaft, Verarbeitung sowie Vermarktung mit den Menschen vor Ort. Daher freue ich mich, dass wir die beispielhafte und wertvolle Arbeit der Bio-Musterregion Neckar-Odenwald fortsetzen und für weitere drei Jahre unterstützen können. Die Förderung in Baden-Württemberg ist eine Maßnahme des Aktionsplans ‚Bio aus Baden-Württemberg‘, der verschiedenen Maßnahmen des Landes vereint, um den Bioanteil im Land bis 2030 zu steigern“.

Die Bio-Musterregion Neckar-Odenwald hat sich erfolgreich für eine zweite Verlängerung der Förderung beworben. Damit kann die Bio-Musterregion, die im Jahr 2019 startete, ihre Arbeit um drei Jahre bis Juni 2028 fortsetzen. Als Grundlage für diese dritte Förderperiode werden zwischen dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und der Bio-Musterregion gesetzte Ziele vereinbart.

Insgesamt gibt es vierzehn Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg, die in den Jahren 2018, 2019 und 2020 ausgewählt wurden. Die Bio-Musterregionen werden von regionalen Kooperationen bestehend aus einem Leadpartner und weiteren Kooperationspartnern getragen. In den überwiegenden Fällen ist der Leadpartner ein Landkreis, es gibt aber auch Bio-Musterregionen, deren Leadpartner ein Verein, ein Biosphärengebiet, eine Stiftung oder ein Naturpark ist. In der Bio-Musterregion Neckar-Odenwald besteht die Kooperation aus dem Landkreis Neckar-Odenwald als Leadpartner sowie dem Bauernverband Neckar-Odenwald-Kreis e.V. und dem Kreisverband Neckar-Odenwald des Gemeindetags Baden-Württemberg als Kooperationspartnern.

Die in 2019 ausgewählten Bio-Musterregionen kommen im Laufe der nächsten Monate ans Ende der ersten Verlängerung der Förderung. Aufgrund ihrer positiven Erfahrungen haben sie sich im November 2024 mit einer Präsentation vor dem Entscheidungsgremium für eine zweite Verlängerung beworben. Das Entscheidungsgremium aus Politik, Verbänden und Verwaltung hat sich für eine Verlängerung der Förderung der Regionen ausgesprochen. Grundlage der Verlängerung ist eine Zielvereinbarung zwischen den Regionen und dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, um regionale Ziele und Landesziele zu verschränken. So wird sich die Bio-Musterregion unter anderem dafür einsetzen, mehr bio-regionale Produkte in verschiedenen Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung auf den Tisch zu bringen und folgt damit dem Beispiel der Landeskantinen. Für Bio-Landwirte eröffnet die Bio-Musterregion auch neue Möglichkeiten, ihre Erzeugnisse zu vermarkten. Damit landen mehr hochwertige Produkte aus der Region in den Regalen und auf den Tellern. Im Bereich der Vermarktung hat die Bio-Musterregion Neckar-Odenwald so Akzente gesetzt unter anderem mit der Bio Markt Scheune in Dallau, mit der Vermarktung regionaler Bioprodukte im Handel und mit den ,Odenwälder Bio GenussTaschen‘.

„Wir freuen uns, dass sich die Genusstaschen so großer Beliebtheit erfreuen und wir damit die Wertschöpfung in der Region und für die Region erzielen“, sagt Regionalmanagerin Ruth Weniger.
Ein ganz besonderes Projekt der Bio-Musterregion Neckar-Odenwald ist ,kLasSE Fleisch‘. Diese Initiative für mehr Tierwohl ermöglicht den beteiligten Betrieben die Schlachtung vor Ort, ohne Lebendtransport. Damit bekommen die Betriebe auch neue Chancen in der Vermarktung.

Die Bio-Musterregion organisiert zudem über das ganze Jahr hinweg Veranstaltungen, bei denen Verbraucher nicht nur die regionalen Bio-Produkte, sondern auch die Menschen dahinter kennenlernen können. So fanden bereits mehr als 20 Kochworkshops mit Beteiligung regionaler Bio-Produzenten statt. Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Produzenten haben Verbraucher bei Betriebsbesuchen und beim dritten Bio-Markttag in Buchen im Herbst.

Hintergrundinformationen:
Grundsätzliche und weiterführende Informationen zur Arbeit der Bio-Musterregionen finden sich auf der Webseite der Bio-Musterregionen sowie in der Broschüre ‚Bioländle‘ mit Reportagen und Hintergrundinfos über Projekte, Betriebe und Produkte aus den Bio-Musterregionen.